Witziges zur Mathematik

Flugzeugbombe

Ein Politiker, der einen Flug antreten muss, erkundigt sich bei einem Mathematiker, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Bombe im Flugzeug ist. Der Mathematiker rechnet eine Woche lang und verkündet dann: "Die Wahrscheinlichkeit ist 1/10000."
Dem Politiker ist das noch zu hoch, und fragt, ob es nicht eine Methode gibt, die Wahrscheinlichkeit zu senken. Der Mathematiker verschwindet wieder für eine Woche und hat dann die Lösung: "Nehmen Sie selbst eine Bombe mit! Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Bomben an Bord sind, ist dann das Produkt (1/10000) (1/10000) = 1/100000000. Damit können Sie beruhigt fliegen!"

Was ein Durch-schnittsbürger von Mathematik versteht...

Zwei Mathematiker in einer Bar:
Einer sagt zum anderen: "Der Durchschnittsbürger hat nur ganz wenig Ahnung von Mathematik." Der zweite ist damit nicht einverstanden und meint: "Ein gewisses Grundwissen ist schon vorhanden."
Als der erste mal kurz austreten muss, ruft der zweite die blonde Kellnerin und bittet sie: "Wenn mein Freund zurück ist, stelle ich Ihnen eine Frage. Sie antworten dann <<Ein Drittel x hoch drei>>.
Etwas unsicher bejaht die Kellnerin und wiederholt im Weggehen mehrmals: <<Ein Drittel x hoch drei...>>
Der Freund kommt zurück und der andere meint:
"Ich werde Dir mal zeigen, dass die meisten Menschen doch was von Mathematik verstehen. Ich frag jetzt die blonde Kellnerin da, was das Integral von x zum Quadrat ist." Der zweite lacht bloß und ist einverstanden.
Also wird die Kellnerin gerufen und gefragt, was das Integral von x zum Quadrat sei. Diese antwortet:
"Ein Drittel x hoch drei."
Und im Weggehen dreht sie sich noch einmal um und meint: "Plus c."

Ein Physiker und ein Mathematiker sollen das Produkt von Zwei und Zwei berechnen.
Der Physiker sieht sofort, dass sich das Produkt in eine Reihe entwickeln lässt:

 

 

 

Da er an exakten Lösungen nicht interessiert ist, bricht er die Reihe nach dem zweiten Glied ab und bekommt folgendes Ergebnis:

 

Der Mathematiker ist nur an der Existenz einer Lösung, nicht an ihrem genauen Wert interessiert. Auch er entwickelt eine Reihe:

 

 

 

 

Da die Reihe divergiert, folgert er, dass kein Ergebnis existiert.

Schwarze Schafe Ein Soziologe, ein Physiker und ein Mathematiker fahren im Zug. Sie schauen aus dem Fenster und sehen ein schwarzes Schaf.
Soziologe: "Hier gibt es schwarze Schafe."
Physiker: "Hier gibt es mindestens ein schwarzes Schaf."
Mathematiker: "Hier gibt es mindestens ein Schaf, das auf mindestens einer Seite schwarz ist."
Heißluftballon Ein Heißluftballon bekommt Flugprobleme und muss auf einem kleinen Feld landen. Unten steht ein Mann und blickt neugierig den Ballon an. Der Ballonführer fragt ihn: "Wo befinden wir uns?"
Der Mann überlegt zwei Minuten und meint dann: "Im Korb eines Ballons..."
Dieser Mann ist zweifelsfrei ein Mathematiker. Warum?
a) Er hat sorgfältig überlegt, bevor er antwortet.
b) Seine Antwort ist zweifellos korrekt.
c) Die Antwort ist für die Fragenden vollkommen nutzlos.
Feueralarm Ein Physiker, ein Mathematiker und ein Lehrer übernachten in einer Blockhütte. Plötzlich bricht ein Feuer aus. Der Lehrer versucht sein eigenes Leben zu retten, rennt raus, und überlebt. Der Physiker ist ganz von dem Phänomen begeistert und kommt bei der Suche nach dem Thermometer um. Der Mathematiker wacht kurz auf, sieht den Feuerlöscher an der Wand und schläft ruhig weiter, denn es gibt eine eindeutige Lösung des Problems.
Kartoffeln kochen Ein Mathematiker und ein Ingenieur bewerben sich um eine Stelle. Der Arbeitgeber will ihre Praxistauglichkeit testen und gibt dem Ingenieur eine Aufgabe: Er soll in die Küche gehen und Kartoffeln kochen. Der Ingenieur geht in die Küche und kocht Kartoffeln. Daraufhin bekommt der Mathematiker dieselbe Aufgabe, auch er löst sie einwandfrei.
Nun erschwert der Arbeitgeber die Versuchsbedingungen. Er lässt den Herd im Keller installieren. Wieder bekommt der Ingenieur die Aufgabe Kartoffeln zu kochen. Er geht zunächst in die Küche, findet aber den Herd nicht. Er durchsucht das ganze Haus und findet schließlich den Herd im Keller und kocht dort die Kartoffeln.
Nun bekommt der Mathematiker dieselbe Aufgabe. Auch er geht in die Küche, findet aber keinen Herd. Er durchsucht das Haus und findet im Keller den Herd. Er schnappt er sich den Herd, trägt ihn die Treppe hoch und in die Küche. So hat er das neue Problem auf ein bekanntes zurückgeführt.
Der Nagel Ein Mathematiker will seinen neuesten Beweis als Bild aufhängen. Er nimmt eine Leiter, Nagel und Hammer und hält den Nagel mit dem Kopf zur Wand. Gerade als er zuschlagen will, schaut er noch mal genau hin und stutzt. Er überlegt und überlegt und überlegt - nach 5 Minuten konzentrierten Hinschauen hat er's: Das ist ein Nagel für die gegenüberliegende Wand.
Die e-Funktion Treffen sich zwei Kurven im Unendlichen, sagt die eine: "Eh, hau ab aus meinem Definitionsbereich sonst differenzier ich dich." Darauf die andere: Mach ruhig, ich bin die e-Funktion.

Bauer verkauft Kartoffeln
oder
Die Entwicklung des Mathematik-niveaus

Hauptschule 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50,-. Die Erzeugerkosten betragen DM 40,-. Berechne den Gewinn!
Realschule 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50,-. Die Erzeugerkosten betragen vier fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern?
Gymnasium 1980:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge G. G entspricht der Mächtigkeit 50; für die Elemente g von G gilt: g=1,- DM. Die Menge der Herstellungskosten ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G. Geben Sie die Lösungsmenge an für die Frage: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?
Integrierte Gesamtschule 1990:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50,.-. Die Erzeugerkosten betragen DM 40,-. Der Gewinn beträgt DM 10,-. Unterstreiche das Wort Kartoffel und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber.
Schule 2002 (nach der Rechtschreibereform und Einführung des Euros):
Ein kapitalisch - priviligierter Ögronom bereichert sich one rechtfertigunk an einem sak kartofln um 10 euro. Untersuch das tekst auv inhaltliche feler, korigire das aufgabenstelunk unt demonstrire gegen das lösunk. 2010:
es khipt kaine gartofl mer.

Die Fahrkarten bitte...

Eine Gruppe von Physikern und eine Gruppe von Mathematikern fahren mit dem Zug zu einer Tagung. Jeder der Physiker hat seine eigene Fahrkarte. Die ganze Gruppe von Mathematikern hat nur eine einzige Karte.
Plötzlich ruft einer der Mathematiker: "Der Schaffner kommt.", worauf sich alle Mathematiker in eine der Toiletten zwängen. Der Schaffner kommt, kontrolliert die Physiker, sieht, dass das WC besetzt ist und klopft an die Tür: "Die Fahrkarte bitte." Einer der Mathematiker schiebt die Fahrkarte unter der Tür durch und der Schaffner zieht zufrieden wieder ab.
Auf der Rückfahrt beschließen die Physiker, denselben Trick anzuwenden und sie kaufen nur eine Karte für die ganze Gruppe. Sie sind sehr verwundert als sie merken, dass die Mathematiker diesmal überhaupt keine Fahrkarte haben...
Wieder ruft einer der Mathematiker: "Der Schaffner kommt." Sofort stürzen die Physiker auf das eine WC, die Mathematiker machen sich etwas gemächlicher auf den Weg zum anderen. Bevor der letzte Mathematiker die Toilette betritt, klopft er bei den Physikern an: "Fahrkarte bitte!"

Und die Moral von der Geschicht? Physiker wenden die Methoden der Mathematiker an, ohne sie wirklich zu verstehen.

Rotkäppchen

Es war einmal ein Mädchen, dem wurde eineindeutig eine rote Kappe zugeordnet, wodurch es als Rotkäppchen definiert wurde. "Kind," argumentierte die Mutter, "werde kreativ, mathematisiere die kürzeste Verbindung des Weges zur Großmutter, analysiere aber nicht die Blumen am Wege, sondern formalisiere Deinen Weg in systematischer Ordnung."
Rotkäppchen vereinigte einen Kuchen, eine Wurst und eine Flasche Wein zu einer Menge, hinterfragte noch einmal den Weg und ging los. Im Walde schnitt sein Weg den eines Wolfes.
Er diskutierte mit ihr über die Relevanz eines Blumenstraußes und motivierte es, einen geordneten, höchstens abzählbaren Strauß zu verknüpfen. Als Rotkäppchen dies dann tat, machte der Wolf die Großmutter zu einer Teilmenge von sich.
Als Rotkäppchen ankam, fragte es: "Großmutter, warum hast Du so große Augen?"
"Ich habe gerade mein Bafög erhalten!"
"Großmutter, warum hast Du so große Ohren?"
"Ich habe versucht, Prüfungsfragen durch die Tür zu erlauschen!"
"Großmutter, warum hast Du so ein großes Maul?"
"Ich habe gerade versucht, das Mensaessen zu schlucken!"
Darauf machte der Wolf sich zur konvexen Hülle von Rotkäppchen.
Ein Jäger kam, sah eine leere Menge von Großmüttern im Haus und problematisierte die Frage, bis sie ihm transparent wurde. Dann nahm er sein Messer und machte aus dem Wolf eine Schnittmenge. Die im Wolf integrierten Personen wurden schleunigst von ihm subtrahiert. Zum Wolf wurde eine mächtige Menge von Steinen addiert. Er fiel in einen zylinderförmigen kartesischen Brunnen, bis seine Restmenge nicht mehr lebte.

Das Öffnen einer Dose Bohnen

Ein Mathematiker und ein Physiker sind in einem Raum und versuchen eine Dose Bohnen zu öffnen.
Der Physiker berechnet genau den Winkel, mit dem er die Dose gegen die Wand werfen muss, damit diese aufplatzt. Er holt aus, die Dose trifft die Wand, prallt ab, fliegt wieder auf den Physiker zu und schmettert ihn zu Boden.
Als er wieder aufsteht, sieht er, wie der Mathematiker schon längst seine Bohnen ißt.
"Wie hast Du denn das gemacht?!", fragt er. "Nun, ich habe die Dose einfach als offen definiert!" 

2+2 = ? Hier die Antwort von Zehntklässlern in den letzten fünf Jahrzehnten:
1962: "Natürlich 4."
1972: "Ich glaube vier, aber was zählt, ist die Methode."
1982: "Moment, ich befrage mal meinen Taschenrechner."
1992: "Moment, ich öffne eben ein Fenster in meinem PC und klicke aufs "Calculator-Symbol."
2002: "Moment, ich suche mal eben die Additionshomepage." 

Negation von Aussagen

"Die Negation einer falschen Aussage ergibt immer eine wahre Aussage." behauptet ein Mathematikprofessor.
"Falsch." meint ein Student.
"Begründen Sie das bitte" verlangt der Professor.
"Der Satz ist falsch, seine Negation ist aber auch falsch." begründet der Student.

Vorzeichenfehler

Ein Mathematiker, ein Physiker und ein Philosoph stehen auf dem Dach eines brennenden Hochhauses. Die einzige Möglichkeit den Flammen zu entkommen, besteht in einem Sprung in den kleinen Pool vor dem Hochhaus. Der Philosoph meint: "Wenn es einen Gott gibt wird er mir schon helfen. Er springt und verfehlt den Pool um Längen. Der Physiker nimmt Taschenrechner und Notizblock, rechnet eine Weile, nimmt Anlauf und springt genau in die Mitte vom Pool. Auch der Mathematiker rechnet eine Weile. Als er fertig ist nimmt er Anlauf, springt und fliegt nach oben. Was war passiert?  Vorzeichenfehler!

Ein mathema-tisches Märchen

Es war einmal (t = t0) ein hübsches kleines Mädchen mit dem Namen Polly Nom.
Es streunte über ein Vektorfeld, bis es an den unteren Rand einer riesigen singulären Matrix kam. Polly war konvergent, und ihre Mutter hatte ihr verboten, solche Matrizen ohne ihre Klammern zu betreten. Polly hatte diesen Morgen gerade ihre Variablen gewechselt und fühlte sich besonders schlecht gelaunt. Sie ignorierte diese nicht notwendige Bedingung und bahnte sich ihren Weg durch die komplexen Elemente der Matrix. Zeilen und Spalten umschlossen sie von allen Seiten, an ihre Oberflächen schmiegten sich Tangenten. Sie formte sich immer multilinearer. Plötzlich berührten sie drei Äste einer Hyperbel an einem gewissen singulären Punkt. Sie oszillierte heftig, verlor jegliche Orientierung und wurde völlig divergent. Sie erreichte gerade einen Wendepunkt, als sie über eine Quadratwurzel stolperte, die aus einer Fehlerfunktion herausragte, und kopfüber einen steilen Gradienten hinunterstürzte. Einmal mehr abgeglitten fand sie sich offensichtlich allein in einem nichteuklidischen Raum wieder. Aber sie wurde beobachtet. Der glatte Nabla-Operator Curly lauerte rotierend auf ein inneres Produkt. Als seine Augen über ihre kurviglinearen Koordinaten glitten, blitzte ein singulärer Ausdruck über sein Gesicht. Ob sie wohl noch immer konvergiert, fragte er sich. Er beschloss, sie sofort unsittlich zu integrieren. Polly hörte das Rauschen eines gewöhnlichen Bruchs hinter sich, drehte sich um und sah Curly mit extrapolierter Potenzreihe auf sich zukommen. Mit einem Blick erkannte sie an seiner degenerierten Kegelschnittform und seinen Streutermen, dass er nichts Gutes im Schilde führte.
"Heureka", sagte sie schwer atmend.
"Hallöchen", erwiderte er. "Was für ein symmetrisches kleines Polynom du bist. Wie ich sehe, sprudelst du über vor Secs."
"Mein Herr", protestierte sie, "bleiben sie mir vom Leibe, ich habe meine Klammern nicht an."
"Beruhige dich, meine Kleine, deine Befürchtungen sind rein imaginär", sagte unser Operator verbindlich.
"Ich, ich", dachte sie, "vielleicht ist er am Ende homogen?"
"Welcher Ordnung bist du?" forderte der Rohling jetzt zu wissen.
"Siebzehnter" erwiderte Polly.
Curly blickte lüstern drein.
"Vermutlich hat bis jetzt noch nie ein Operator auf dich gewirkt" meinte er.
"Natürlich nicht" rief Polly entrüstet, "ich bin absolut konvergent".
"Na komm" sagte Curly, "ich weiß ein dezimales Plätzchen, wo ich dir die Beschränktheit nehmen könnte."
"Niemals", entrüstete sie sich.
"Div grad", fluchte er mit dem widerlichsten Fluch, den er kannte. Seine Geduld war am Ende. Curly liebkoste ihre Koeffizienten mit einem Logarithmenstab, bis sie völlig potenzlos ihre Unstetigkeit verlor. Er starrte auf ihre signifikanten Stellen und begann, ihre undifferenzierbaren Punkte zu glätten. Arme Polly. Alles war verloren. Sie fühlte, wie seine Hand sich ihrem asymptotischen Grenzwert näherte. Bald würde ihre Konvergenz für immer verloren sein. Es gab kein Erbarmen, Curly war ein zu gewaltiger Operator. Er integrierte durch Substitution. Er integrierte durch Partialbruchzerlegung. Dieses komplexe Ungeheuer wählte sogar einen geschlossenen Zugang, um mittels dem Integralsatz zu integrieren.
Welche Schmach, während der ersten Integration schon mehrfach zusammenhängend zu sein! Curly operierte weiter, bis er absolut und restlos orthogonal war.
Als Polly an diesem Abend nach Hause kam, bemerkte ihre Mutter, dass sie an mehreren Stellen gestutzt worden war. Zum Differenzieren war es jetzt zu spät. In den folgenden Monaten nahm Polly monoton ab. Schließlich blieb nur noch eine kleine pathologische Funktion übrig, die überall irrationale Werte annahm und endlich dem Wahnsinn verfiel.
Die Moral von unserer kleinen, traurigen Geschichte:
Wenn Sie Ihre Ausdrücke konvergent halten wollen, geben Sie ihnen nicht einen einzigen Freiheitsgrad.

1 + 1 = 2
in wissenschaft-licher Darstellung

Jedem angehenden Abiturienten wird schon zu Beginn der Sekundarstufe II beigebracht, dass man z.B. die Summe zweier Größen nicht etwa in der Form

        (1)

darstellt. Diese Form ist banal und zeugt von schlechtem Stil. Bereits Elfklässler wissen nämlich, dass

     (2)

und weiterhin

      (3)

Außerdem ist für den kundigen Leser offensichtlich, dass

     (4)

 

Daher kann die Gleichung (1) viel wissenschaftlicher ausgedrückt werden in der Form

     (5)

 

Es drängt sich geradezu auf, dass

     (6)

und mit
     (7)

 

kann Gleichung (5) zu folgender Form vereinfacht werden:

     (8)

 

Wenn wir noch berücksichtigen, dass

     (9)

gilt und uns erinnern, dass die Inverse der transponierten Matrix die Transponierte der Inversen ist, so können wir, unter der Restriktion eines eindimensionalen Raumes, eine weitere Vereinfachung durch die Einführung des Vektors x erzielen, wobei

     (10)

Verbinden wir Gleichung (9) mit Gleichung (10), so erhalten wir:

     (11)

 

Eingesetzt in die Gleichung (8) reduziert sich unser Ausdruck zu dem Term:

 

     (12)

 

Spätestens jetzt ist offensichtlich, dass die Gleichung (12) viel klarer und einfacher ist als Gleichung (1). Es gibt noch eine Reihe anderer Verfahren, Gleichungen wie (1) auf andere Weise zu vereinfachen. Diese werden jedoch erst behandelt, wenn der angehende Abiturient die hier angewandten einfachen Verfahren verstanden hat.

Wie fängt man einen Elefanten?

Archäologen jagen Elefanten erst, wenn diese 30 Meter unter der Erde liegen.
Biologen geben sich mit der Analyse von Elefantenkot zufrieden.
C- Programmierer bestimmen zuerst mit sizeof() die nötige Speichermenge für einen Elefanten, versuchen diese zu allozieren, vergessen dabei das Ergebnis abzuprüfen und schießen dann mit wilden Pointern auf den Elefanten.
Ingenieure jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, jedes graue Tier fangen, das ihnen über den Weg läuft und es als Elefant nehmen, wenn das Gewicht nicht mehr als 15% von dem eines vorher gefangenen Elefanten abweicht.
Juristen schicken allen in Afrika befindlichen Elefanten eine Vorladung mit Androhung von Zwangsgeld und Vorführung in Handschellen bei Nichterscheinen
Lisp - Programmierer bauen einen Irrgarten aus Klammern und hoffen, dass sich der Elefant darin verirrt. Mathematiker (Anfänger) jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, alles entfernen, was nicht Elefant ist, und ein Element der Restmenge fangen.
Mathematiker (Fortgeschrittene) werden zunächst versuchen: die Existenz eines eindeutigen Elefanten zu beweisen, bevor sie mit Schritt 1 als untergeordneter Übungsaufgabe fortfahren.
Mathematikprofessoren beweisen die Existenz mindestens eines eindeutigen Elefanten und überlassen dann das Aufspüren und Einfangen eines tatsächlichen Elefanten ihren Studenten.
Modula - Programmierer importieren einen Elefanten aus/von einem Zoo.
Pascal - Programmierer markieren zuerst einen Punkt auf der Landkarte, schreiben dann END davor und träumen davon, dass Nikolaus Wirth von einem Elefanten totgetrampelt wird.
Sonderpädagogen versuchen zuerst die Elefanten zu verstehen.
SQL- Programmierer verwenden folgenden Ausdruck: SELECT Elefant FROM Afrika.
Statistiker jagen das erste Tier das sie sehen n- mal und nennen es Elefant.
Systemanalytiker wären theoretisch in der Lage, die Korrelation zwischen Hutgröße und Trefferquote bei der Elefantenjagd zu bestimmen, wenn ihnen nur jemand sagen würde, was ein Elefant ist.
Wirtschaftswissenschaftler jagen keine Elefanten. Aber sie sind fest davon überzeugt, dass die Elefanten sich selber stellen würden, wenn man ihnen nur genug bezahlt.
Unternehmensberater jagen keine Elefanten. Und viele haben noch niemals überhaupt irgend etwas gejagt. Aber man kann sie stund
enweise engagieren, um sich gute Ratschläge geben zu lassen.

Wie fängt man einen Löwen?

Mathematische Methode:
Wir bauen an beliebiger Stelle außerhalb der Wüste einen Zaun um uns herum und definieren uns als außerhalb dieses Zaunes. Da sich der Löwe auf der anderen Seite des Zaunes befindet, muss er sich folglich innerhalb des Zaunes befinden. Einen eingezäunten Löwen zu fangen kann als hochgradig trivial betrachtet werden.

Geometrische Methode:
Man stelle einen zylindrischen Käfig in die Wüste.
1 Fall: Der Löwe ist im Käfig. Dieser Fall ist trivial.
2 Fall: Der Löwe ist außerhalb des Käfigs. Dann stelle man sich in den Käfig und mache eine Inversion an den Käfigwänden. Auf diese Weise gelangt der Löwe in den Käfig und man selbst nach draußen. Achtung: Bei Anwendung dieser Methode ist dringend darauf zu achten, dass man sich nicht auf den Mittelpunkt des Käfigbodens stellt, da man sonst im Unendlichen verschwindet.

Projektionsmethode:
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit nehmen wir an, dass die Wüste eine Ebene ist. Wie projizieren diese auf eine Gerade durch den Käfig, und die Gerade auf einen Punkt im Käfig. Damit gelangt der Löwe in den Käfig.

Kompaktheitsmethode:
Die Wüste wird ohne Beschränkung der Allgemeinheit als kompakt vorausgesetzt. Man überdecke sie mit einer Familie von Käfigen K(i). Dann gibt es unter ihnen endlich viele Käfige K(j), die bereits die ganze Wüste überdecken. Die Durchmusterung dieser Käfige auf darin befindliche Löwen wird als Diplomarbeit vergeben.

Stochastische Methode:
Man benötigt dazu ein Laplace-Rad, einige Würfel und eine Gaußsche Glocke. Mit dem Laplace-Rad fährt man in die Wüste und wirft mit den Würfeln nach dem Löwen. Kommt er dann wutschnaubend angerannt, so stülpt man die Gaußsche Glocke über ihn. Unter ihr ist er mit der Wahrscheinlichkeit eins gefangen.

Metrische Methode:
Wir stellen einen Käfig in die Wüste, verlassen diese unauffällig und definieren in ihr die indiskrete Metrik, d.h. der Abstand zwischen allen Punkten ist 0. Insbesondere ist also der Abstand zwischen Löwe und Käfig gleich 0, d.h. der Löwe ist im Käfig.

Gruppentheoretische Methode:
Man definiere die Wüste als endliche Gruppe mit dem Käfig als beliebiges, nicht-neutrales Element a und dem Löwen als neutralem Element e. Für endliche Gruppen gilt: Es gibt ein n aus den natürlichen Zahlen, so dass gilt: an = e = Löwe
Man potenziere den Käfig mit n. Auf diese Weise gelangt der Käfig zum Löwe und somit der Löwe in den Käfig.

Die induktive Methode
Ein Löwe sei in der Wüste. Mit vollständiger Induktion zeigt man leicht, dass für beliebige n Element N gilt: n Löwen sind in der Wüste. Weil die Wüste endlichdimensional ist, liegen die Löwen für hinreichend große n überall dermaßen dicht, dass zwangsläufig einer in den Käfig gedrängt wird.

Newtonsche Methode:
Käfig und Löwe ziehen sich durch die Gravitationskraft an. Wir vernachlässigen die Reibung. Auf diese Weise muss der Löwe früher oder später am Käfig landen.

Heisenberg - Methode:
Ort und Geschwindigkeit eines bewegten Löwen lassen sich nicht gleichzeitig bestimmen. Da bewegte Löwen also keinen physikalisch sinnvollen Ort in der Wüste einnehmen, kommen sie für die Jagd nicht in Frage. Die Löwenjagd kann sich daher nur auf ruhende Löwen beschränken. Das Einfangen eines ruhenden, bewegungslosen Löwen wird dem Leser als Übungsaufgabe überlassen.

Schrödinger - Methode:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich ein Löwe zu einem beliebigen Zeitpunkt im Käfig befindet, ist größer als Null. Man setze sich vor den Käfig und warte.

Einsteinsche Methode:
Man überfliege die Wüste mit Lichtgeschwindigkeit. Durch die relativistische Längenkontraktion wird der Löwe flach wie Papier. Man greife ihn, rolle ihn auf und mache ein Gummiband herum.

Optische Methode:
Man schaue durch ein umgedrehtes Fernglas auf den Löwen, nehme ihn mit einer Pinzette und lege ihn in eine Streichholzschachtel.

Such-Methode:
Wir nehmen an, dass der Löwe von unserm Standpunkt aus wahrscheinlich in nördlicher Richtung zu finden ist. Daher ist das ganze Problem eigentlich nur eines der Geschwindigkeit, so dass wir es mit einem Computer leicht lösen können.

Praktische Approximation:
Nahe bei uns ist ein Hase. Da er schon tot ist, ist er sicherlich leicht zu fangen. Wir fangen ihn und definieren ihn als Löwen.

Telekom-Methode:
Man benötigt dazu nur eine Telefonzelle und eine Fahrradklingel. Die Telefonzelle wird in der Wüste aufgestellt und man klingelt mit der Fahrradklingel. Der Löwe hört das Klingeln, will ans Telefon und wenn er die Zelle betreten hat, muss man nur noch die Tür verschließen.

Bewerbungs-gespräch

In einem Betrieb finden Bewerbungsgespräche statt.
Der Personalchef bittet die Bewerber, einfach nur bis 10 zu zählen.
Der Elektroniker beginnt: "0001, 0002, 0003, 0004....." Der Personalchef winkt ab: "Der nächste bitte!"
Der Mathematiker: "Wir definieren die Folge a(n) mit a(0)=0 und a(n+1)+1...." Der Personalchef bricht ab und bittet den nächsten Bewerber:
Der Informatiker fängt an: "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, a, b, c....." Auch ihn will der Personalchef nicht.
Als letztes kommt ein Student: "1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10." Der Personalchef ist begeistert: "Sie bekommen den Job!" "Warten Sie, ich kann noch weiter: Bube, Dame, König..."

11-dimensionaler Raum

Ein Ingenieur und ein Mathematiker sitzen zusammen in einem Vortrag über Kulza-Klein Theorie, die sich mit 11, 12 und sogar höheren Dimensionen beschäftig. Der Mathematiker genießt die Vorlesung, während der Ingenieur immer mehr verwirrt aussieht. Als der Vortrag zu Ende ist, hat der Ingenieur schreckliche Kopfschmerzen davon.
Ingenieur: "Wie kannst du nur diesen schrecklichen, abgehobenen Vortrag verstehen?"
Mathematiker: "Ich stelle mir das ganze einfach vor."
Ingenieur: "Wie kannst du dir bloß einen 11-dimensionalen Raum vorstellen???"
Mathematiker: "Nun, ich stelle mir einen n-dimensionalen Raum vor und lasse dann n gegen 11 gehen."

Dumme Physiker

Was haben ein Mathematiker und ein Physiker gemeinsam?
Sie sind beide dumm - mit Ausnahme des Mathematikers.

Gedicht von John Saxon

((12 + 144 + 20 + (3 * 4^(1/2))) / 7) + (5 * 11) = 9^2 + 0

In Worten:
A Dozen, a Gross and a Score,
plus three times the square root of four,
divided by seven,
plus five times eleven,
equals nine squared and not a bit more.

Beispielrech-nungen Student: "Herr Professor, können Sie uns zu diesem Beweis auch ein Beispiel vorrechnen?"
Professor: "Mit diesem Beweis habe ich Ihnen bereits alle Beispiele vorgerechnet."

Mathematiker sind konvergent

Satz: Mathematiker sind konvergent.
Beweis: Mathematiker sind monoton und beschränkt. q.e.d.

Gib ihm eine Chance!

Diplomprüfung Mathematik:  Der Professor prüft einen Studenten im großen Hörsaal. 200 Studenten sehen zu.
Prüfer: "Wie viel ist 3 mal 3?"
Student: "10!"
Alle zweihundert Studenten wie aus einem Mund: "Gib ihm eine Chance! Gib ihm eine Chance!"
Prüfer: "Also gut: Wie viel ist 3 mal 3?"
Student: "8?"
Alle zweihundert Studenten wieder: "Gib ihm eine Chance! Gib ihm eine Chance!"
Prüfer: "Na gut, eine Chance bekommen sie noch. Wie viel ist 3 mal 3?
Student: "9?"
Die Studenten: "Gib ihm eine Chance! Gib ihm eine Chance!"

Telefonbuch

Ein Physikstudent, ein Mathematikstudent und ein Medizinstudent bekommen von ihren Professoren jeweils ein Telefonbuch vorgelegt.
Der Physikstudent: "Ich kann aus diesen Messergebnissen nicht auf den Versuch schließen und damit ist das Ergebnis zu ungenau und wertlos !"
Der Mathematikstudent: "Diese Nummern lassen sich nicht als mathematische Reihe zusammenfassen, damit sind sie per Definition Definitionen und ohne Zusammenhang sind diese Definitionen wertlos"
Der Medizinstudent schaut den Professor nur müde an und fragt: "Bis wann?"

Ein kurzer Mathe-Witz Sei e < 0.

 

 

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